à votre santé.

8 Nov
Da steht es. Vor einem.
Dieses Glas.
Fühlt sich kalt an, wenn man mit den Fingern über die glatte Oberfläche streicht.
Kalt.
Die Fingerspitzen frösteln ein wenig.
Und dabei ist es voll mit Gefühlen.
Dieses Glas.
Voll bis oben hin. Eine Gefühlsschorle.
Kippt man es ein wenig schwappen sie hin und her.
Von einer Seite auf die andere.
Gefühlswellen, die an die Glaswand schlagen.
Da sind die schönen, die am liebsten über den Rand laufen wollen, wenn es nach ihnen ginge.
Mit kleinen Sprudelbläschen, die zu schnell zerplatzen.
Da sind die hässlichen, die unten als klebriger Bodensatz übrig blieben, wenn es nach ihnen ginge.
Die, die man nur ertragen kann, wenn man sie mit den schönen verrührt.
Einen Gefühlsstrudel entstehen lässt.
Und wenn die kleinen Wirbel dann nachlassen, die Strömungen schwächer werden,
die Gefühlsoberfläche wie ein glatter Spiegel wirkt,
kippst du das Glas mit nur einer unbedachten Tat um
und alles fließt hinaus in die Welt.
Und versickert im Boden der Tatsachen.
 
 
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