Die Geschichte vom Fisch und der Ente.

28 Dez
Es war einmal ein Fisch.
Nur ein kleiner, mit Butter wäre er aber köstlich gewesen.
Doch er sprang zu schnell ins kalte Wasser. Er wollte nicht auf dem Trockenen sein, denn das passt nicht zu Fischen.
 
Nun begab es sich, dass eine zugegeben lahme Ente einen Wassermarsch machte und zwischen Tür und Angel paddelte. Sie brachte die Zeitung.
Oder auch nicht.
 
„Woher kommst du?“, fragte der Fisch, denn stumm war er nicht.
„Vom Regen. Ich will in die Traufe.“, gab die Ente zurück, wie ihr der Schnabel gewachsen. Denn Enten haben nun mal einen.
 
Dem Fisch lief das Wasser im Munde zusammen. Er war vollkommen satt, das war nur einfach jedes Mal so, sobald er sprach.
 
„Hast du auch Komplimente dabei?“, wollte er wissen.
Er hatte nämlich gehört, Fische suchen danach. Oft auch im Trüben.
Die Ente verneinte.
„Besitzt du ein Fahrrad? Ich habe keines.“
„Natürlich!“
„Darf ich es mir leihen?“
„Sich mit fremden Federn schmücken gehört sich nicht. Es sähe auch seltsam aus, denn du hast Schuppen.“
 
Dem Fisch fielen die selbigen von den Augen, gleichwohl er gerade dort keine besaß. Er konnte sich eben so über Wasser halten, es stand ihm bis zum Hals, auch wenn er gar keinen hatte.
 
„Ich muss nun weiter“, sprach die Ente, „ich möchte noch einen wie dich an Land ziehen.“
 
Der Fisch sagte nichts mehr.
Ein Fahrrad im Wasser hätte wohl auch wenig Sinn gehabt.
Das würde ja rosten.
Also konnte es keine Liebe sein.
Und die sollte ja eh nie ins Wasser fallen.
 
 
 
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