Kuchenkunst.

24 Nov
Auf vielfachen Wunsch präsentiere ich Ihnen heute: kreative, kunterbunte Kuchenkunst.
(Alliterationen bringen es in einem solchen Zusammenhang übrigens total.)
 
Ich glaube, es begann mit einem Blechkuchen, den ich am Ende eines Praktikums mit in die Schule brachte. Die Tatsache, dass er öfter als Fußballfeld denn als Schultafel identifiziert wurde, schmälerte nicht meine Motivation, weiter zu backen.
Ich hatte Krümel geleckt.
Es folgte eine dreistöckige Torte für den Geburtstag meines Freundes, die ich einmal quer durch die Stadt in eine Kneipe trug und dort mit auf dem Boden schleifenden Armen darum bat, sie unter der Bar zu verstecken, bis sie um 12 Uhr nachts mit Wunderkerzen verziert präsentiert wurde.
 
Anlässe für Kuchen fanden sich genug. Meine Mutter hatte gar Tränen in den Augen und meinte, früher hätte es an Geburtstagen nie Kuchen gegeben bei ihnen daheim und daher bedeuten ihr die drei Mango-Röschen besonders viel.
 
Bis dahin hatte ich vorm Dekorieren immer die halbe Obstabteilung des kleinen Supermarktes gegenüber leer gekauft, es wurde Zeit für neue Ideen. Und wo kriegt man die her, wenn nicht aus dem Internet. Wenn man da googelt kommt man auf seltsam irre Seiten mit noch seltsameren, irreren Leuten, die Kuchen backen, die größer sind als sie selbst, die aussehen wie Hüte oder Barbiekleider, wie eingepackte Geschenke oder eine Pool-Landschaft.
 
Für eine Freundin entschied ich mich für das herzige Bambi-Set und verbrachte zwei Tage damit, kleine Grashalme aus gekühltem Marzipan zu schnitzen, experimentierte mit Lebensmittelfarben und erstmals auch mit Cremefüllungen.
Die „Ohhhhs“ und „Ahhhhs“ der Gäste beinhalteten gleichzeitig mehrere neue Back-Aufträge. Im Prinzip hätte ich den Backofen nicht mehr ausschalten brauchen, jeder wollte nun so einen Kuchen haben.
 
Nach dem Motto „7 Männer nur für dich“ gab es kurze Zeit später einen Schneewittchen-Kuchen mit Schokoladen- und Erdbeercreme-Füllung, der geschätzte 10.000 Kalorien pro Gabel mitbrachte, aber – ohne mich selbst loben zu wollen – hammermäßig aussah. Bei diesem Kuchen arbeitete ich erstmals nicht mit Marzipan, sondern mit Fondant, eine Zuckermasse, gut zu verarbeiten und so wunderhübsch schneeweiß, wenn man sie auspackt.
 
Für „Peterson & Findus“ kehrte ich dann aber doch wieder zu Marzipan zurück, lässt sich einfach besser kühlen und dann zuschneiden.
 
Zwischendurch gab es auch noch einen Osterkuchen mit selbst geschnitztem Oster-Mango-Hasen, der nach dreifachem Schokoladenbad recht schön glänzend in der Mitte des Kuchens Platz nahm.
 
Eine Weide für eine begeisterte Pferdefreundin gab es auch noch, da packte ich sogar mal die Pinsel aus und malte Grashalme rundum.
 
Ihr seht, man muss sich nur mal trauen, meist kommen ganz nette und sogar essbare Dinge raus.
Und man hat plötzlich viel mehr Freunde, die alle mit kleinen Kuchengabeln sabbernd vor der Tür stehen.
 

 

 
P.S. Und instagramen lassen sich die Torten übrigens auch.
 
 
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3 Antworten to “Kuchenkunst.”

  1. Frau_Thor 24. November 2012 um 17:45 #

    Waaaahnsinn und ein fettes NOMNOMNOM! Das macht dann insgesamt wieviel Kalorien?

    LG

    Frau_Thor / Caro

  2. Bettina Wintterle 11. Mai 2015 um 12:08 #

    Hallo,
    ich bin auf der Suche nach Pettersson und Findus Figuren auf diese Seite gestoßen – die Figuren stehen nicht zufällig zum Verkauf?? Die Torte ist einfach sensationell ❤
    LG

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